Kind sei Dank

Dass der TuS Niedernwöhren das große Los gezogen
hat und am Montag, 14. Mai, 19 Uhr, ein Freundschaftsspiel gegen Hannover 96 austragen darf, hat der Verein vor allem einem seiner Aushängeschilder zu verdanken. Ex-Profi Wilfried Ahnefeld hat den Kick eingefädelt.

Niedernwöhren (gus). Der frühere Bundesliga-Spieler im Dress von Hannover 96 pflegt noch immer engen Kontakt zum Verein von der Leine. Bei einem Treffen ehemaliger 96-Akteure fragte Ahnefeld Klubchef Martin Kind rundheraus, ob dieser zum 100-jährigen Jubiläum ein Freundschaftsspiel in Niedernwöhren einrichten kann.

Kind, der es sich im Oktober 2008 nicht hatte nehmen lassen, Ahnefeld zum 60. Geburtstag zu gratulieren und den Anstoß einer Partie ehemaliger 96-Spieler auszuführen, bat um nähere Informationen. Während der späteren Verhandlungen musste Ahnefeld sein ganzes Geschick in die Waagschale werfen. „Wäre uns Martin Kind nicht finanziell entgegengekommen, wäre das Spiel nicht zustande gekommen“, sagt er rückblickend. Der Ex-Bundesligakicker hält große Stücke auf den 96-Präsidenten, der großen Anteil an der positiven Entwicklung des Vereins habe. „Als Kind Präsident wurde, spielte 96 in der dritten Liga. Er hat den Verein in die Bundesliga geführt. Und jetzt ja auch in die Europa League“, betont Ahnefeld.

Dieser geht davon aus, dass der sportliche Höhenflug keine Momentaufnahme ist. 96 habe inzwischen das Zeug, auch international mitzuspielen. „Ich denke, die graue Maus ist raus“, sagt er. Zudem sei der Klub schuldenfrei. Einem Schaumburger ist Ahnefeld ebenfalls dankbar für dessen Arbeit bei 96. Der aus Volksdorf stammende Karl-Heinz Vehling habe als 96-Geschäftsführer entscheidenden Anteil daran gehabt, dass die schicke AWD-Arena entstanden ist.

Ahnefeld verfolgt das „Abenteuer Europa“ mit viel Wohlwollen. Er würde den Weggang von Sportdirektor Jörg Schmadtke bedauern. „Das ist ein guter Mann für den Verein“, so Ahnefeld. Dass es zwischen Schmadtke und Trainer Mirko Slomka ab und zu Reibungen gebe, sei normal. „Jeder muss seine Ziele verfolgen.“

Und ebenso hartnäckig haben Ahnefeld und die Vorstandsmitglieder des TuS um das Gastspiel der „Roten“ im Beerbusch-Stadion gerungen. Der Erfolg ist letztlich eine Koproduktion von Vorstand, Sponsoren und Behörden. „Viele haben uns unterstützt“, so Ahnefeld, der dem Vorstand Respekt zollt. Nun wünsche er sich einen schönen Fußballabend mit vielen Toren.

Auf jeden Fall gibt es ein Wiedersehen am 14. Mai, denn Martin Kind hat sein Kommen ebenso zugesagt wie Dieter Schatzschneider. 96 ist bemüht, alle verfügbaren Kräfte mitzubringen.
Quelle: sn-online.de

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