Ruderwanderfahrt in die Märkische Heide

Seit mehr als 15 Jahren verbindet die Ruderer des Wassersportvereins (WSV)Rinteln und des TuS Niedernwöhren eine tiefe Freundschaft. Jedes Jahr werden im Wechsel gemeinsame Rudertouren auf der Weser und dem Mittellandkanal unternommen. Hinzu kommen mehrtägige Wanderfahrten auf Elbe, Fulda, Lahn und Saale.

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Ins Leben gerufen und gepflegt wurde diese Gemeinschaft von Friedrich-Wilhelm Hoppe, Ehrenvorsitzender des WSV Rinteln, und Friedrich Meier, Ehrenvorsitzender des Kreissportbundes Schaumburg.

In diesem Jahr führte die Gemeinschaftsfahrt in das Gebiet der Märkischen Heide, die Alte Oder, zum Finowkanal, dem Oder-Havel-Kanal und zum Werbellinsee.

Die Strecke schien für drei Rudertage mit 82 km zwar verhältnismäßig kurz bemessen, da aber insgesamt 14 Schleusen, zum Teil mit Selbstbedienung, überwunden werden mussten, waren die Etappen gerade für die etwas älteren „Amateurruderer” richtig bemessen.

Mit drei Kleinbussen und vier ”Vierer-Booten m. Stm.” erfolgte die Anreise der Schaumburger zum Hotel „Grüne Aue” in Oderberg an der Alten Oder.

Dort fühlten sich die 23 Ruderinnen und Ruderer gemeinsam mit Ruderfreunden aus Berlin und Essen sehr gut untergebracht.

Gleich nach der Ankunft musste noch die erste Halbtages-Etappe von der Marina Oderberg auf dem Oder-Havel-Kanal bis zur Schleuse Liepe gerudert werden.

Höhepunkt war dabei die Auf- und Abfahrt im Schiffshebewerk Niederfinow mit einem Höhenunterschied von mehr als 36 m. Das Schiffshebewerk schafft die Verbindung von Elbe und Havel zur Oder und damit über Stettin zur Ostsee.

Das bereits 1934 erbaute Schiffshebewerk gilt auch heute noch als ein viel bewundertes Meisterwerk der Technik.

An den anderen Tagen wurde fast ausschließlich auf stehendem Gewässer gerudert. Dabei mussten allein auf dem uralten Finowkanal mehr als 40 km mit zahlreichen Schleusen zurückgelegt werden. Der Finow-Kanal ist die älteste künstliche Wasserstraße in Deutschland und bereits im 17. Jahrhundert erbaut, wiederholt zerstört, wiederaufgebaut und steht heute unter Denkmalsschutz.

Der Finowkanal und der Werbellinkanal führen überwiegend durch Kiefer- und Erlenwälder, sind kurvenreich, verhältnismäßig flach und sehr romantisch. Pflanzen-, Tier- und Vogelwelt haben sich wieder Raum verschafft. Selbst der Biber fühlt sich hier ganz zu Hause.

Die Endpunkte der Tagesetappen und die Plätze zur Mittagsrast mit einem rustikalen „Ruderbuffet”, durch den Landdienst immer bestens vorbereitet, waren an schöne naturbelassene Anlegemöglichkeiten gebunden.

Ein Traum war am letzten Tag die Einfahrt zum Werbellinsee. Spiegelblank, glasklar, umgeben von sattem Grün. Wie recht hatte doch Theodor Fontane als er sagte: „Es ist ein Märchenplatz auf dem wir sitzen, denn wir sitzen am Ufer des Werbellinsees!”

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren von dieser Ruderfahrt begeistert, denn auch die Kultur kam nicht zu kurz. Die Besichtigung des ehemaligen Zistersienserklosters Chorin mit seiner Backsteingotik und der Besuch der altehrwürdigen Städte Finow und Eberswalde mit ihren ehemaligen Industrieanlagen beeindruckten. Nicht umsonst trugen sie den Beinamen „Märkisches Wuppertal”.

Ein ganz großes Lob gilt vor allem Friedrich-Wilhelm Hoppe, der die Fahrt großartig organisiert hatte und abends mit seinem Akkordeon, seinen Liedern und Anekdoten für eine harmonische Ruderfahrt sorgte. Ein kleines Geschenk von der ganzen Gruppe war der mehr als verdiente Lohn.

Fritz Kühn, der Ruderobman der Niedernwöhrener Teilnehmer, brachte es auf den Punkt:”Es war einfach schön und wird mit Sicherheit nicht die letzte Gemeinschaftsruderfahrt gewesen sein.”

Recht hat er, die Planungen für 2014 laufen.

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