Ruderwanderfahrt 2014 des TuS Niedernwöhren und des WSV Rinteln

„Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!“ Nicht nur die Fußballer kennen diesen Ruf, auch für die Ruderfreunde ist Berlin eine Reise wert. Seit einigen Jahren pflegen die Ruderer des Wassersportvereins Rinteln und des TuS Niedernwöhren eine intensive Freund-schaft. Jedes Jahr werden im Wechsel gemeinsame Rudertouren auf der Weser und dem Mittellandkanal unternommen. Hinzu kommen mehrtägige Wanderfahrten auf Elbe, Fulda, Lahn, Alte Oder und Saale.

Ins Leben gerufen und gepflegt wurde diese Gemeinschaft von Friedrich-Wilhelm Hoppe, Ehrenvorsitzender des WSV Rinteln, und Friedrich Meier, Ehrenvorsitzender des KSB Schaumburg.

Als Ziel wurden  in diesem Jahr die schönen Gewässer im Osten Berlins ausgesucht, also das Wasserparadies rund um Köpenick. Hier, wo die Dahme in die Spree mündet und wo sich See an See reiht, wurden an 4 Tagen interessante Rudertouren unter-nommen. Schon die Namen wie Regattastrecke Grünau, Müggelsee und Müggelspree, Klein Venedig, Seddinsee, Krossinsee oder Dämeritzsee klingen in den Ohren von Wanderruderern wie Musik.

Bei den Ausfahrten wurden wir unterstützt von Ruderfreunden des Ruder-Clubs „Turbine Grünau“, deren Bootshaus direkt an der alten Olympia-Regatta-Strecke liegt. Dort waren auch unsere vier „Vierer mit Steuermann“ sicher aufgehoben.

Neben den Teilnehmern aus Rinteln und Niedernwöhren waren auch diesmal wieder befreundete Ruderer aus Düsseldorf, Koblenz, Berlin und Salzgitter dabei. Unser sehr schönes Hotel „Grünau“ liegt nur wenige Minuten vom Ruder-Club entfernt, so dass unsere 23-köpfige Rudertruppe vom dortigen Rudersteg morgens starten und abends zurückkehren konnte. Die täglichen Ruderstrecken durch die waldreiche Seenland-schaft und naturbelassenen, weitverzweigten Flüsse lösten bei allen Teilnehmern helle Begeisterung aus. Der Höhepunkt war ohne Zweifel das Durchrudern des „Gosener Grabens“, einer Verbindung zwischen dem  Müggelsee und dem Seddinsee: rechts und links sahen wir „Biber-Rutschen“, ab und zu einen riesigen Biberbau, vom Biber angenagte Bäume, geschälte Äste und Zweige – nur der Biber selbst blieb für uns unsichtbar. Der „Graben“ ist gerade breit genug für Skullboote, aber der Steuermann muß hier schon höllisch aufpassen, denn die Kurven sind eng und oft völlig unüber-sichtlich. Beiderseits ist der Auwald zum Teil dicht wie ein Dschungel. Es fehlen nur noch die Alligatoren.

Neben den täglichen Ruderfahrten wurde natürlich auch wieder ein kleines Kultur-programm angeboten. Und wenn man schon einmal in Köpenick weilt, dann muß man auch das Schloß und das berühmte Rathaus besuchen, wo der „Hauptmann von Köpenick“ seinen großen Auftritt hatte.

Etwas erschöpft, aber auch glücklich über die wunderschöne Gemeinschaftsfahrt erreichten die Teilnehmer am letzten Tag wieder ihren Heimathafen.

Ein ganz großes Lob und Dank gilt vor allem Friedrich-Wilhelm Hoppe, der die Fahrt großartig organisiert hatte und abends mit seinem Akkordeon, Liedern und Anekdoten für eine harmonische Ruderfahrt sorgte. Ein kleines Präsent von der Gruppe war der mehr als verdiente Lohn.

Der Ruderwart des TuS Niedernwöhren, Fritz Kühn kündigte an, daß seine Niedernwöhrener Rudertruppe sich bereits jetzt auf die 2015 geplante Wanderfahrt „Havel und Nebengewässer“ in Brandenburg freut.

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Das Bild zeigt die Rudergruppe beim Fertigmachen der Boote zur täglichen Ausfahrt.

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