Tolle Haveltour der Ruderer

Gemeinschaftswanderfahrt „Wasser-Sport-Verein“ (WSV Rinteln) und Ruder-gruppe des TuS Niedernwöhren zwischen Potsdam und Brandenburg/Havel (18.06. – 21.06.15)

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Seit mehr als 15 Jahren besteht die Ruderfreundschaft zwischen der Ruderriege des TuS Niedernwöhren und den Ruderern des WSV Rinteln. Ihre gemeinsamen Ruderfahrten finden jährlich abwechselnd auf der Weser oder dem Mittellandkanal statt. Ins Leben gerufen wurde diese Gemeinschaft von Friedrich-Wilhelm (Fred) Hoppe, dem Ehrenvorsitzenden des WSV und Friedrich Meier, dem Ehrenvorsitzenden des Kreissportbundes Schaumburg.

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Seit einigen Jahren führen die Ruderer aber auch gemeinsame mehrtägige Rudertouren durch. In diesem Jahr führte die 4tägige Wanderfahrt über 120 km in die Havelgewässer der Mark Brandenburg. 15 Aktive aus beiden Vereinen machten sich mit zwei Kleinbussen, Bootstrailer und 5 Wanderbooten auf den Weg zum Einsatzort beim Ruder-Club Lehnin.
Hier warteten noch weitere erfahrene 9 Ruder/innen aus Berlin, Konstanz, Düsseldorf, Lauenburg und Hamburg , so dass insgesamt 24 Teilnehmer/innen von 19 – 81 Jahren dabei waren.

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Standquartier für drei Nächte war das idyllisch gelegene Hotel und Restaurant „Seehof“ am Netzener See. Am Ende der einzelnen Ruderetappen ging es zurück zum Einsatzort oder die Boote wurden auf dem Gelände befreundeter Ruder- und Kanuvereine gelagert.
Die Tagesetappen waren mit 22 – 34 Kilometern bewußt kurz gehalten, um Zeit und Muße für die landschaftlichen und kulturellen Schönheiten der Mark Brandenburg mit seinen traumhaften Ruderrevieren zu genießen. Hinzu kamen die Besichtigung des Klosters Lehnin und eine Stadtführung durch die Altstadt Brandenburgs.

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Gerudert wurde auf dem Klostersee, dem Netzener See, dem Rietzer See mit seiner neuen Ruder-Regatta Strecke, der Unter- und Oberhavel, der Krummen Havel und dem Stadtkanal mit der Stadtschleuse. Nicht nur die Ruderer, auch der jeweilige Landdienst hatten gut zu tun.

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Die Seen sind oft verbunden durch Kanäle, dazu gehört auch der im 19. Jahrhundert geschaffene „Emster Kanal“. Er diente dazu von den hier ansässigen Ziegeleien das Baumaterial auf dem Wasserwege in die sich im Bauboom befindliche Stadt Berlin zu bringen. Heute gibt es hier keine Berufsschifffahrt mehr. Kanäle und Seen gehören heute zum Europäischen Vogelschutzgebiet. In den Kanälen haben sich Seerosen ausgebreitet, Fischer ihre Reusen gesetzt. Da schwirren Prachtlibellen, Schilfrohrsänger verkünden lautstark ihr Revier, ein Schwanenpaar mit seinen Jungen fühlt sich durch uns gestört. Auch die Kraniche und Weißstörche haben das geschützte Vogelparadies für sich ent- deckt , der Biber ist heimgekehrt und hat am Ufer seine Spuren hinterlassen.
Die erforderliche Aufmerksamkeit lag bei den Steuerleuten, die aber alle ihre Aufgabe meisterten, so dass wir problemlos unsere Ziele erreichten.

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Ein Höhepunkt der Rudertour ergab sich noch am letzten Tag bei der Durchfahrt auf der verschlungenen Havel mitten durch die mittelalterliche Stadt Brandenburg, die sich gemeinsam mit anderen Orten der Region mit der Bundesgartenschau 2 015 geschmückt hatte. Hier grünt und blüht es, was erdacht, erbaut und erschaffen wurde. Der märkische Dichter Theodor Fontane hat vor 150 Jahren die Region mit einem Satz beschrieben: „Ich bin die Mark durchzogen und habe sie reicher gefunden, als ich zu hoffen gewagt habe.“ Das gilt auch heute noch und kann von allen Teilnehmern nur bestätigt werden.
Etwas erschöpft, aber auch glücklich über die harmonische Gemeinschaftsfahrt, kehrten die Teilnehmer spätabends wieder in ihre „Heimathäfen“ zurück.

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Ein ganz, ganz großes Lob gilt Friedrich-Wilhelm (Fred) Hoppe, der die Fahrt im Wesentlichen organisiert hatte, abends mit seinem Akkordeon für die richtige Stimmung sorgte und es an Anekdoten nicht fehlen ließ. Ein kleines Präsent von der ganzen Gruppe war der mehr als verdiente Lohn.
Kaum zu Hause, denkt die Rudergemeinschaft bereits wieder an eine Fahrt im kommenden Jahr – wahrscheinlich auf der Haase und Ems von Herzlake nach Greetsiel an der Nordsee.
Rudern macht Spaß. Es ist Sport, Natur, Kultur, Gemeinschaft und auch ein Stück Abenteuer.

Friedrich Meier

Fotos: Manfred Franke

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